Welche Arten der Dachdämmung gibt es?
- Aufsparrendämmung: Die Dämmung liegt als geschlossene Schicht über den Sparren. Wärmebrücken sind gering, der Wohnraum bleibt erhalten. Sinnvoll, wenn die Deckung ohnehin erneuert wird.
- Zwischensparrendämmung: Dämmstoff zwischen den Sparren, von innen oder beim Neueindecken von außen eingebracht. Die Sparrenhöhe begrenzt die Dämmdicke, oft wird deshalb ergänzt.
- Untersparrendämmung: Eine zusätzliche Schicht unter den Sparren, meist als Ergänzung. Kostet etwas Raumhöhe.
- Oberste Geschossdecke: Wenn der Dachboden nicht bewohnt wird, dämmt man den Boden des Dachbodens statt der Dachflächen. Das ist die einfachste Lösung.

Was kostet eine Dachdämmung pro m²?
Laut co2online kostet eine Untersparrendämmung etwa 30–80 € je m², eine Zwischensparrendämmung 70–120 € und eine Aufsparrendämmung 130–200 €, jeweils mit Einbau. Mit Neueindeckung nennen andere Übersichten bis 350 € je m².
| Variante | Kosten je m² | Hinweis |
|---|---|---|
| Oberste Geschossdecke | ab ca. 20 € | nur bei unbewohntem Dachboden |
| Untersparrendämmung | ca. 30–80 € | meist als Ergänzung |
| Zwischensparrendämmung | ca. 60–120 € | Dicke durch Sparrenhöhe begrenzt |
| Aufsparrendämmung | ca. 130–200 € | ohne Kosten der neuen Deckung |
| Aufsparrendämmung mit Neueindeckung | ca. 150–350 € | Komplettpaket |
Stand 09/2026. Quellen: co2online, 42watt; Preise sind Orientierungswerte, verbindlich ist nur das Angebot.
Die Dämmung der obersten Geschossdecke amortisiert sich laut 42watt am schnellsten, meist in fünf bis acht Jahren. Eine Aufsparrendämmung als Einzelmaßnahme braucht 25–35 Jahre, zusammen mit einer ohnehin fälligen Neueindeckung 12–18 Jahre. Mehr Zahlen auf der Seite Kosten.
Welcher U-Wert ist Pflicht und welcher wird gefördert?
Gesetzlich gilt bei Erneuerung eines Steildachs höchstens U = 0,24 W/(m²K), bei Flachdächern mit neuer Abdichtung 0,20 W/(m²K). Für den BAFA-Zuschuss muss das Dach 0,14 W/(m²K) erreichen.
Laut Verbraucherzentrale entsprechen 0,24 W/(m²K) bei Dachschrägen etwa 14–18 cm Dämmung. Für den Förderwert von 0,14 wird es deutlich mehr, oft nur mit Aufsparrendämmung oder einer Kombination erreichbar. Die genaue Dicke hängt vom Dämmstoff und vom Dachaufbau ab und wird vom Energieeffizienz-Experten berechnet.
Worauf kommt es bei der Ausführung an?
Eine Dämmung ist nur so gut wie ihre Details. Die Luftdichtheitsschicht muss an Sparren, Wänden, Dachfenstern und Durchdringungen lückenlos verklebt sein. Sonst zieht warme, feuchte Raumluft in die Konstruktion und kann dort als Tauwasser Schäden verursachen. Seriöse Betriebe dokumentieren diese Schicht mit Fotos, bevor sie verschlossen wird.
Bei der Aufsparrendämmung werden Traufe und Ortgang höher. Das betrifft Dachrinnen, Anschlüsse an Nachbarhäuser und bei Denkmalen die Gestaltung. Bei der Zwischensparrendämmung von innen bleibt die Deckung liegen, dann kommt es auf eine intakte Unterdeckung an. Lassen Sie sich vom Betrieb erklären, welcher Aufbau für Ihr Dach vorgesehen ist.
Welche Förderung gibt es für die Dachdämmung?
Das BAFA gibt 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten, bei einem Einfamilienhaus auf höchstens 30.000 €. Mit individuellem Sanierungsfahrplan kommen 5 % hinzu, seit dem 21. Juli 2026 aber erst ab 30.000 € förderfähigen Kosten bei einem Haus mit einer Wohnung. Den Antrag stellen Sie vor Beginn der Arbeiten, ein Energieeffizienz-Experte muss eingebunden sein. Alternativ gibt es den Steuerbonus nach § 35c EStG. Alles Weitere auf der Seite Förderung.
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Häufige Fragen
Kann ich das Dach von innen dämmen lassen, ohne neu einzudecken?
Ja, mit einer Zwischen- und Untersparrendämmung. Voraussetzung ist eine intakte, diffusionsoffene Unterdeckung oder eine andere bauphysikalisch passende Lösung. Die Luftdichtheitsschicht muss sorgfältig verklebt werden, sonst drohen Feuchteschäden.
Welcher Dämmstoff ist der beste?
Es gibt nicht den einen besten Dämmstoff. Mineralwolle, Holzfaser, Polyurethan und Zellulose unterscheiden sich bei Dämmwert, sommerlichem Hitzeschutz, Brandverhalten und Preis. Holzfaser speichert Wärme besser und hilft im Sommer, Hartschaum dämmt bei gleicher Dicke stärker.
Muss ich die oberste Geschossdecke dämmen?
Laut Verbraucherzentrale müssen oberste Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen nachträglich gedämmt werden, wenn sie zu schlecht oder gar nicht gedämmt sind. Ob und ab wann das für Ihr Haus gilt, lassen Sie am besten von einem Energieberater prüfen.
Hilft Dämmung auch gegen Hitze im Sommer?
Ja. Ein gut gedämmtes Dach hält Hitze länger draußen. Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherung wie Holzfaser verzögern den Wärmedurchgang zusätzlich.